Neubau der Gefahrenabwehrzentrale des Kreises Groß-Gerau

Der Neubau der Gefahrenabwehrzentrale des Kreises Groß-Gerau bildet die Erweiterung des bestehenden Landratsamts mit direktem Übergang zu diesem. Hierfür wurde das bereits 4 Jahre zuvor durch das Büro Heidacker gebaute erdgeschossige Gebäude einer Sparkassenfiliale um zwei Geschosse aufgestockt.

Im Erdgeschoss des Gebäudes wurden alle Nutzungen mit verstärktem Publikums- bzw. Fahrzeugverkehr untergbracht, d.h. Sparkasse, Schilderladen sowie Garagen und Fahrradabstellraum. Die Obergeschosse sind Erweiterungsflächen für das Landratsamt. Publikumsverkehr findet hier nur am Rande statt. Die Filiale der Sparkasse besetzt die wichtige Ecke im Westen, an welcher der Zugangsweg zu Landratsamt und Plenarsaal auf den Parkplatz trifft und wo der Besucherstrom in Richtung des neuen Haupteingangs kanalisiert wird.

In den Obergeschossen sind die Büroräume so angeordnet, dass sie auf der nicht dem Hauptgebäude zugewandten Seiten des Gebäudes liegen. Die Nebengebäude werden in einer Schiene „Dienender Räume“ direkt gegenüber der Giebelseite des Hauptgebäudes untergebracht. So wird einerseits eine gute Belichtung der Büros sichergestellt, andererseits werden gegenseitige Einblicke in die Büros der sich gegenüberliegenden Gebäude vermieden, ohne Ausblicke aus den Büros zu behindern.

Am westlichen Kopf des Gebäudes ist das Dach weit über den Weg zum Haupteingang des alten Gebäudes hinweg gezogen, nimmt somit das Motiv des neuen Eingangs zum Landratsamt auf und bildet gleichzeitig ein repräsentatives Vordach über dem Eingang der Sparkassenfiliale.